Arbeitsschwerpunkte
Die heutige Medienlandschaft ist geprägt von einem beispiellosen
Wandel, und das in mehreren Dimensionen gleichzeitig: Nicht nur machen neue
Technologien (Internet, iPod, 3G-Mobiltelefonie, Digital-TV, elektronisches
Papier, etc.) den traditionellen Medien (Zeitung, Radio, Fernsehen) ihre Kunden
streitig, durch die Interaktivität dieser neuen Medien entstehen auch völlig
neue Modelle der Interaktion der Benutzer mit Information bzw. untereinander
(nur ein paar Stichworte: Social Software, eCommunities, Wikis, Viewer-Created
Content, Citizen Journalism, Weblogs, podcast, Videologs), und damit verbunden
neue Geschäftsmodelle: Die zukünftigen Mediengiganten sind vielleicht nicht mehr
Verlagshäuser, sondern eher Technologie-Firmen wie Google, Yahoo, und die
Telekoms.
Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich Prof. Kappe mit
"Human-Information Interaction", also der Frage, wie Menschen in Zukunft mit
Information umgehen werden. Zentrales Projekt ist "PINC" (Personal Interactive
News Cast), wo es darum geht, einen persönlichen Nachrichtenkanal zu bauen, der
Inhalte von verschiedenen Quellen zusammensucht, nach den Vorlieben des
Benutzers gewichtet, und auf vielerlei Arten zugänglich macht. Rund um PINC
fokussiert sich Kappes Forschungsgruppe derzeit auf Anwendungen für
elektronisches Papier, Sprach-Schnittstellen zu Information (z.B. eine
"Hörzeitung", die von einem Computer interaktiv vorgelesen wird), und IPTV
(interaktives Fernsehen über
Internet).
