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General Packet Radio Service

GPRS6.27 stellt einen Standard dar, der sich vom Konzept her zu GSM und EDGE unterscheidet. GPRS ist ein paketvermittelntes Verfahren und ähnelt vom Konzept her ein wenig dem Ethernet. Mit einem GPRS-Endgerät ist man permanent Online, es stellt also eine Art Standleitung dar. Bei GSM und EDGE werden die Kanäle, wenn man im Netz eingewählt ist, permanent belegt, bis man sich wieder auswählt (z.B. das Telefon auflegt), auch wenn eigentlich keine Daten übertragen werden. Bei GPRS werden Daten wirklich nur dann übertragen und Bandbreite des Netzes belegt, wenn Daten zur Übertragung zur Verfügung stehen. Bei GPRS stehen zur Kodierung der Daten 4 Codecs zur Verfügung, welche die möglich erreichbaren Datenraten begrenzen. Beim CS16.28 erzielt man 9,05kbps per Zeitschlitz, bei CS2 13,4kbps per Zeitschlitz, bei CS3 15,6kbps per Zeitschlitz und bei CS4 21,4kbps per Zeitschlitz. Eine Übertragung kann theoretisch 8 Zeitschlitze belegen, das ergibt eine theoretische maximale Datenrate von 171,2kbps, jedoch werden in der Praxis zumeist nur 4 Zeitschlitze pro Übertragung verwendet und daher ergibt sich eine realistische Datenrate von maximal 85,6kbps. [WAP.AT][NOKIA]


Das Problem bei der erreichbaren Datenrate ist, dass die Anzahl der Kanäle und damit auch der Zeitschlitze pro Funkzelle begrenzt ist und alle Benutzer sich diese Ressource teilen müssen. Daher werden bei starker Nutzung dieses Standards und bei geringer Ausbau-Stufe des Netzes Datenraten erreicht werden, die sogar unter denen von HSCSD liegen.


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