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Nächste Seite: Knowledge Management in Unternehmen Aufwärts: Knowledge Management Vorherige Seite: Einleitung   Inhalt Definition von Knowledge ManagementDamit Wissen optimal genutzt, verwertet und auch weitergegeben werden kann, bedarf es Konventionen und Methoden, die eben dieses garantieren. Diese Konventionen und Methoden werden in einer Disziplin zusammengefaßt, dem Knowledge Management, kurz KM genannt. Was aber genau versteht man unter KM? Je nach Sichtweise und Zusammenhang fallen die Definitionen von KM sehr unterschiedlich aus. Sieht man KM als Unterfangen zur Leistungssteigerung, so kann KM wie folgt definiert werden:
,,Knowledge Management stellt einen systematischen und organisierten Ansatz dar, um Wissen innerhalb einer Organisation dazu zu nutzen, die Fähigkeit Wissen zu speichern zu erweitern und Wissen zu nutzen, um die Leistung im Unternehmen zu steigern.`` [KPMG1998]4.2 Aus der Sicht der Konkurrenzfähigkeit ergibt sich folgende Definition für KM:
,,Mit KM sind die Strategien und Prozesse gemeint, Wissen zu identifizieren, erfassen und beeinflussen, um dem Unternehmen zu helfen, konkurrenzfähig zu sein.`` [APQC1996]4.3 Aus einer technischen Sichtweise ergibt sich eine Definition, welche dieGesichtspunkte der vorigen beiden Definitionen um weitere ergänzt:
,,Ein System, welches das Sammeln, Organisieren, Aufbereiten, Analysieren und Verbreiten von Wissen in all seinen Formen innerhalb einer Organisation steuert. Es unterstützt Organisationsfunktionen, während es auf die Bedürfnisse eines Individuums in einem zielgerichteten Zusammenhang abzielt.`` [Jackson1998]4.4 Aus diesen 3 Definitionen kann zusammenfassend eine Definition, welche sowohl die wirtschaftlichen, als auch die technischen Gesichtspunkte beinhaltet, folgendermaßen lauten:
KM vereinigt Strategien und Prozesse, Wissen in all seinen Formen innerhalb eines Unternehmens zu identifizieren, sammeln, aufbereiten, organisieren, analysieren und weiterzuverbreiten. KM hilft Unternehmen konkurrenzfähig zu sein und die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu steigern.
Das grundlegende Ziel von Knowledge Management ist der Wissensfluß (,,Flow of Knowledge``). Implizites Wissen soll zwischen Individuen ausgetauscht werden, zu explizitem Wissen werden und danach wieder als implizites Wissen verinnerlicht werden. Der Wissensfluß ist die Voraussetzung dafür, dass Wissen wachsen kann und aus vorhandenem Wissen wieder neues Wissen entstehen kann. Wenn Wissen nicht weitergegeben wird, wächst und wieder neues Wissen kreiert, so ist es mit der Zeit veraltet und nutzlos. Daher baut Knowledge Management darauf, Wissen zu organisieren, so dass der Wissensfluß gewährleistet ist und sich wieder neues Wissen bilden kann, das dann in weiterer Folge wieder als Grundlage für neues Wissen dient. Das ergibt einen Zyklus, der im Idealfall ewig aufrecht bleibt und laut Ovum4.5 Report wie in Abbildung 4.1 aussieht [Borghoff et al.1998].
Der Wissensfluß in Abbildung 4.1 steht in enger Verbindung zu dem in Abbildung 4.2. Bei Abbildung 4.1 wird jedoch unterschieden zwischen reinen Daten, Information und Wissen. Diese Unterscheidung ist auch sehr wesentlich für die KM-Strategie, welche in Unternehmungen aller Art verwendet wird. Vor allem bei der Wahl eines Coporate Memories (siehe Kap. 4.2.3) ist es sehr wichtig, zwischen Wissen, Information und Daten zu unterscheiden. Wählt man einen aktiven Wissenspool, so spricht von man von aktiver Weitergabe von Informationen und dem Aufbau von Wissen. Betreibt man aber nur einen passiven Datenspeicher, so ist der User oder Mitarbeiter selbst aufgefordert, sich aus diesem Datenspeicher heraus Informationen zu holen und Wissen anzueignen. Aufbauend auf der gewählten KM-Strategie werden dann in weiterer Folge die gewünschten Implementierungen im Bereich des CRM durchgeführt, je nach Anforderung, welche Informationen wichtig sind für die Unternehmung und welche Auswertungen der vorhandenen Daten notwendig sind. Kapitel 4.2.1 geht näher auf KM in Unternehmen ein.
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