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KM in den verschiedenen Bereichen eines Unternehmens

Unternehmen stehen oft vor dem Problem, wie sie ihr Wissen, die Erfahrungen ihrer Mitarbeiter, die Informationen über Märkte, Kunden und Wettbewerber so archivieren, dass jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter zum richtigen Zeitpunkt darauf Zugriff hat. In den verschiedenen Teilbereichen eines Unternehmens existieren oft eine Vielzahl nicht miteinander vernetzter Medien und Wissensspeicher. Der Zugriff darauf ist, wenn kein entsprechendes KM im Unternehmen vorhanden ist, meistens langwierig und oft sind selbst bereits digital gespeicherte Daten nicht zentral abrufbar. Auch fehlen dann bei den Dateien einheitliche Metainformationen und das für eine geeignete Wissensauffindung (siehe Kap. 5) notwendige Retrievalsystem. Da das in dem Unternehmen vorhandene Wissen aber meistens sehr stark zunimmt, stehen viele Unternehmen ohne eine KM-Strategie vor dem sogenannten Wissenskollaps. [Heinold1999]


Um diesen Wissenskollaps zu verhindern, muß im Unternehmen ein geeignetes Knowledge Management eingeführt und aufgebaut werden. Grundlegend dafür, dass eine KM-Strategie durchgeführt werden kann sind einige Voraussetzungen, die das Unternehmen mit sich bringen muß. Die notwendigen Voraussetzungen sind in folgender Liste zusammengfasst [Heinold1999]:

  • Vernetzung der Teilbereiche des Unternehmens auch über Standorte hinweg
  • Speicherung von Daten in zentralen Datenbanken
  • Umstellung der Kommunikation auf digitale Medien durch Nutzung von Groupware-Programmen
  • Aufbau von Intranets
  • Abbildung der Geschäftsprozesse im Intranet

Die meisten dieser Punkte stellen für heutige Unternehmen keine Herausforderung mehr dar. Die Vernetzung von Standorten ist auch bei weltweit agierenden Unternehmen durch das Internet kein Problem mehr. Der Aufbau von Datenbanken, in denen das Wissen organisiert und verwaltet wird, ist auch ein Vorgang, der schon von vielen Unternehmen als selbstverständlich angesehen wird. Solche Datenbanken stellen in einer professionellen Ausbaustufe die bereits in Kapitel 3 über CRM eingehend behandelten Data Warehouses dar. Alle Punkte im Gesamten gesehen stellen jedoch für ein Unternehmen eine Herausforderung dar. Vor allem der Aufbau eines Intranets, die Nutzung und der Einsatz von Groupware-Programmen und die Abbildung der Geschäftsprozesse im Intranet stellen die größte Hürde für ein professionelles Knowledge Management dar. Sind diese Hürden aber überwunden, so profitiert das Unternehmen von einem für alle Bereiche des Unternehmens zugänglichen konsistenten Datenbestand und in weiterer Folge von einem frei zugänglichen unternehmensweiten Wissen. Mitarbeiter können das unternehmensweite Wissen jederzeit nutzen und diejenigen Informationen aus dem Datenbestand beziehen, welche für ihre Arbeit notwendig sind. Durch Techniken, welche Auswertungen und Analysen auf der im Data Warehouse gespeicherten Daten ermöglichen, wie zum Beispiel OLAP (siehe Kap. 3.7.3) und Data Mining (siehe Kap. 3.6), können Arbeitsprozesse wesentlich beschleunigt und vor allem redundant ausgeführte Arbeiten vermieden werden. Das bedeutet für das Unternehmen wirtschaftlichen Gewinn und kann in weiterer Folge durch die Verbesserung der Arbeitssituation für die einzelnen Mitarbeiter soziale Effekte mit sich bringen, wie zum Beispiel eine Steigerung der Zufriedenheit bei den Mitarbeitern. [Heinold1999]


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