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Sind Corporate Memories für Virtual Communities geeignet?

Unternehmen und Virtual Communities haben gemeinsam, dass Sie aus einer Gruppe von Leuten bestehen. Im Unternehmen sind die Mitglieder die Mitarbeiter des Unternehmens (z.B. Projektteams, Qualitätszirkel, etc.) und in einer Virtual Community sind das Äquivalent dazu die Mitglieder der Virtual Community. Wie bereits in 4.2.3 definiert, dient ein Corporate Memory vor allem dazu, Wissen zu erfassen, verwalten, strukturieren und Wissen wieder zu verbreiten. In einer Virtual Community besitzen die Mitglieder der Virtual Community ebenfalls wie die Mitarbeiter des Unternehmens implizites Wissen. Dieses Wissen können sie in bestimmten Bereichen der Virtual Community an andere Mitglieder weitergeben und dadurch verbreiten. Diese speziellen Bereiche sind zum Beispiel Chatrooms, Diskussionsforen oder aber auch Homepages der User, auf denen sie Informationen darstellen und den anderen Mitgliedern anbieten können. Damit das Wissen, das vor allem in den Kommunikationsbereichen wie den Chatrooms und den Diskussionsforen verbreitet wird nicht verloren geht, muß der Betreiber eine geeignete Strategie verfolgen durch die Anwendung von Techniken aus dem Bereich des Knowledge Management dieses Wissen zu erfassen, zu strukturieren, zu verwalten, zu speichern und in aufbereiteter Form wieder den Mitgliedern zur Verfügung zu stellen. Eine geeignete Technik für die Strukturierung, Verwaltung und Weitergabe des Wissens ist der bereits für Unternehmen vorgestellte Corporate Memory. In der Literatur findet man in diesem Zusammenhang auch oft den Begriff Community Memory4.15. [MEMEX.ORG] In diesem Community Memory sollte das Wissen, das der Betreiber aus den Kommuniktaionsbereichen zum Beispiel durch den Einsatz von intelligenten Agenten (siehe Kap. 5.2.1) erfaßt und extrahiert, verwaltet und gespeichert werden. Für die Speicherung dieses Wissens eignen sich die in Kapitel 3.5.2 vorgestellten Data Warehouses.


Je komplexer die Struktur der Virtual Community selbst ist, umso komplexer sollte auch der gewählte Corporate, bzw. in diesem Fall Community Memory sein. Für eine einfache Speicherung von Wissen ohne eine aktive Verteilung eignen sich entweder ein Knowledge Attic oder ein Knowledge Sponge. Ist die Struktur der Virtual Community selbst aber komplex, das heißt, sind viele unterschiedliche Bereiche in der Virtual Community vorhanden, welche sehr unabhängig betrieben und von den Mitgliedern verwendet werden können, so sollte der Community Memory eine aktive Verteilung des Wissens unterstützen. Dafür geeignet sind ein Knowledge Publisher und eine Knowledge Pump. Sehr wichtig in diesem Zusammenhang sind auch die Möglichkeiten zur Wissensauffindung innerhalb der Virtual Community. Dieser Bereich wird in Kapitel 5 noch genauer behandelt.


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