>> Ressourcen > Theses > Richter, Wolfga[..] > thesis-final > Ein mögliches S[..]

next up previous contents
Nächste Seite: Schlußfolgerung zu Wissensauffindung Aufwärts: Wissensauffindung bei Virtual Communities Vorherige Seite: Verbesserungen bei der Wissensauffindung   Inhalt

Ein mögliches Szenario für den Betrieb eines Suchportals durch den Einsatz von KM- und CRM-Techniken mit Hinblick auf Wireless Communication

In Kapitel 2 wurden bereits eingehend die Struktur und die Grundlagen von Virtual Communities vorgestellt. Im Zusammenhang mit den in den Kapiteln 3 und 4 behandelten Techniken aus den Bereichen des KM und des CRM ergeben sich Möglichkeiten für erweiterte Funktionalitäten beim Betrieb der Virtual Community. Da es sehr unterschiedliche Arten von Virtual Communites gibt, wird auch in Zusammenhang mit Kapitel 5 über Wissensauffindung für das Szenario eine spezielle Art gewählt, nämlich ein Suchportal.


Die Grundfunktionalität eines Suchportals bildet die Suchmöglichkeit nach Inhalten in Bereichen des Internet. Diese Suchfunktionalität basiert auf den bereits eingehend behandelten Suchdiensten (siehe Kap. 5.2.1). Es gibt dabei verschiedene Arten von Suchdiensten. Für dieses Szenario ist aber nur von Bedeutung, dass eine Suchfunktion vorhanden ist und nicht um welche Art von Suchdienst es sich handelt.


Um die Möglichkeit zur Bildung einer Virtual Community zu gewähr- leisten, ist es notwendig, die grundlegenden Funktionalitäten einer Plattform für eine Virtual Community in das Suchportal zu integrieren. Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit, dass User sich am Suchportal registrieren können. Die User sollen bei der Registrierung die Möglichkeit haben, persönliche und allgemeine Daten eingeben zu können, damit für den Betreiber der Virtual Community die Möglichkeit besteht, ein Profiling durchführen zu können. Die Registrierungsdaten bilden dazu die Basis für die Erstellung eines Profiles der User. In weiterer Folge kann vor allem aufgrund der Daten in dem Profil eine Verebesserung bei der Suchfunktionalität erzielt werden, da diese Daten wesentliche Hinweise auf die Interessen des Users geben und somit eine Möglichkeit zu einer potentiellen Neuordnung der Suchergebnisse bieten. Weitere Grundfunktionalitäten einer Plattform für eine Virtual Community bestehen in Form von Kommunikationsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Chatrooms und Diskussionsforen. In diesen Kommunikationsbereichen können die User Wissen und Erfahrungen austauschen. Für den Betreiber besteht die Möglichkeit mittels geeigneter Techniken, wie zum Beispiel dem Einsatz von intelligenten Agenten dieses Wissen aus den Kommunikationsbereichen zu erfassen und in aufbereiteter Form zu speichern und den Usern wieder zur Verfügung zu stellen. Weiters können aus diesen in den Kommunikationsbereichen generierten Daten Erkenntnisse über den User erzielt werden und diese Erkenntnisse für eine Modifikation seines Profils herangezogen werden. Die Speicherung und Verwaltung dieser Daten kann in Data Warehouses stattfinden und die Strukturierung einem Corporate Memory entsprechen. Mittels dieser Techniken aus dem Bereich des KM und des CRM ist es möglich, einen Wissensfluß innerhalb der Virtual Community zu ermöglichen und so für die User einen zusätzlichen Anreiz zu bieten, sich innerhalb der Virtual Community aufzuhalten. Das ist sehr wichtig für die Bildung von Loyalität der User gegenüber der Virtual Community. Wird das gespeicherte Wissen noch zusätzlich mittels Techniken aus dem CRM, wie zum Beispiel Data Mining und OLAP, analysiert und nach Zusammenhängen und Datenmustern durchforstet, so können die Ergebnisse und die daraus gewonnenen Informationen, sowohl über die gespeicherten Inhalte des Internets, als auch über die Interessen und Verhaltensweisen der User Möglichkeiten für eine verbesserte Personalisierung bilden und je nach Art des Wunsches nach Information des Users für zusätzliche Dienstleistungen, wie zum Beispiel Newsletter zu bestimmten Interessensgebieten, verwendet werden. Vor allem in diesem Bereich steckt noch ein großes Potential, da derzeit im WWW vorhandene Suchportale nur sehr bedingt solche Techniken nutzen. Im Gestaltungsbereich (siehe Kap. 7 und 8) wird aufbauend auf den Kapiteln 2 bis 6 genauer auf derartige Verbesserungsmöglichkeiten eingegangen und ein mögliches zukünftiges Szenario daraus entwickelt.


In Hinblick auf Kapitel 6 über Wireless Communication ergeben sich weitere Möglichkeiten zur Verbesserung der Funktionalitäten innerhalb der Virtual Community. Eine Möglichkeit besteht darin, Personalisierung aufgrund von geografischen Informationen durchzuführen. Benutzt der User zum Beispiel einen PDA5.24 für den Zugang zum Internet, so besteht die Möglichkeit, ihm abhängig von seinem geografischen Standort Informationen zukommen zu lassen, wie zum Beispiel über Lokalitäten in einem gewissen Umkreis, über Einkaufsmöglichkeiten in seiner Umgebung oder aber andere, auf seine Interessengebiete zugeschnitten Informationen, welche durch die Auswertung seines Profiles bestimmt werden. Zusätzlich zu der Möglichkeit, die Inhalte vom geografischen Standort abhängig zu machen gibt es die Möglichkeit, die Inhalte auf das verwendete Endgerät abzustimmen. Eine Technik, die zur Zeit noch in der Entwicklung steht ist das Information Transcoding (auch Content Transformation), welches darauf abzielt, Inhalte aufgrund von Informationen über das verwendete Endgerät dynamisch zu erstellen. Diese beiden Techniken sind derzeit nur sehr bedingt, bzw. in Trials im Einsatz und stellen für die Zukunft eine Möglichkeit dar, die Dienstleistung von Virtual Communities gegenüber den Mitgliedern zu erweitern und zu verbessern. Kapitel 6 geht genauer auf die derzeitigen und zukünftigen Möglichkeiten im Bereich der Wireless Communication ein.


next up previous contents
Nächste Seite: Schlußfolgerung zu Wissensauffindung Aufwärts: Wissensauffindung bei Virtual Communities Vorherige Seite: Verbesserungen bei der Wissensauffindung   Inhalt
root 2001-10-01